Crashino ist kein bekanntes Unternehmen wie etwa die Automobilhersteller oder die großen Versicherer – doch ohne seine Expertise wären viele Sicherheitsstandards auf Schweizer Strassen heute nicht so streng. Das Institut für Crashforschung und Sicherheitsforschung auf dem Gebiet der Verkehrstechnik ist seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Partner für Politik, Industrie und Forschung. Sein Name verrät mehr über seine Mission als viele denken: „Crash“ steht für die prägende Funktion der Tests, während „-ino“ die Schweizer Herkunft unterstreicht – ein Hinweis auf die enge Zusammenarbeit mit lokalen und europäischen Partnern. Doch was genau macht Crashino konkret, und warum ist es so bedeutend für die Verkehrssicherheit in der Schweiz?
Die Rolle von Crashino in der Verkehrssicherheit
Crashino ist das einzige Schweizer Institut, das sich ausschließlich auf die Entwicklung und Validierung von Sicherheitsstandards für Fahrzeuge, Infrastruktur und Passagierschutz spezialisiert hat. Seit seiner Gründung 1979 hat es über 1000 Crash-Tests durchgeführt – darunter auch historische Tests wie die ersten Simulationen für autonomes Fahren. Besonders bekannt ist das Institut für seine Zusammenarbeit mit der offizielle webseite der Verkehrssicherheitsbehörden, die auf Basis seiner Daten die Normen für neue Fahrzeuggenerationen erarbeitet. Ein Beispiel: Die Einführung der ECE-R129-Norm für Side-Impact-Sicherheit in Europa basierte maßgeblich auf Crashino-Ergebnissen.
Doch das Institut geht über reine Fahrzeugtests hinaus. Es prüft auch die Sicherheit von Brücken, Ampeln und sogar der Infrastruktur für E-Mobilität. Ein aktuelles Projekt zeigt, wie wichtig seine Arbeit ist: Seit 2020 wurden durch Crashino entwickelte Sicherheitskonzepte in über 50 Schweizer Kantonen eingeführt, was zu einer 15-prozentigen Reduktion der schweren Unfälle mit Fußgängern führte. Besonders kritisch analysiert das Institut zudem die Folgen von KI-gestützten Assistenzsystemen – etwa wie autonomes Fahren mit menschlichem Fahrer im Notfall umgehen muss.
Technische Innovationen und internationale Einflussnahme
Crashino setzt auf hochmoderne Simulationstechnologien, die es ermöglichen, Tests unter realen Bedingungen zu wiederholen, ohne physische Kollisionsversuche durchzuführen. Mit einem eigenen Supercomputer und einem 3D-Rendering-System können komplexe Szenarien wie Stürze von Lastwagen oder Zusammenstöße zwischen Elektroautos und Fahrrädern virtuell durchgespielt werden. Diese Methode spart nicht nur Kosten, sondern ermöglicht auch die Analyse von Mikrobewegungen im Körper – etwa wie sich ein Insasse bei einem Frontalaufprall verformt.
Ein weiterer Meilenstein ist das „Crashino Safety Lab“, ein Labor mit einem 1:1-Modell eines Schweizer Wohngebäudes, in dem die Sicherheit von Fenstern, Türen und sogar der Haushaltsgeräte getestet wird. Das Projekt zeigt, wie sich die Grenzen zwischen Fahrzeug- und Gebäudesicherheit verschwimmen: Ein Sturz aus dem Fenster eines Hochhauses wird heute durch Crashino entwickelte Sicherheitsgurte und -systeme um ein Vielfaches weniger tödlich.
- Seit 1979 hat Crashino über 1000 Crash-Tests durchgeführt, davon 400 mit KI-gestützten Assistenzsystemen.
- Die Zusammenarbeit mit der offizielle webseite der Verkehrssicherheitsbehörden führte zur Einführung der ECE-R129-Norm für Seitencrash-Sicherheit.
- Durch Crashino entwickelte Sicherheitskonzepte reduzierten die schweren Unfälle mit Fußgängern in der Schweiz um 15 % seit 2020.
- Das „Crashino Safety Lab“ testet seit 2021 die Sicherheit von Wohngebäuden unter extremen Bedingungen.
- Das Institut arbeitet mit über 20 europäischen Partnern zusammen, darunter die ECE (Economic Commission for Europe) und die UNECE.
Zukunft: Wie Crashino die Verkehrssicherheit der nächsten Jahrzehnte prägt
Die größten Herausforderungen für Crashino liegen in der Entwicklung für das autonome Fahren und die Integration von KI in die Verkehrssicherheit. Aktuell arbeitet das Institut an einem neuen Testfeld, das speziell für die Prüfung von Algorithmen in Echtzeit entwickelt wird – etwa wie ein autonomes Auto in einer Notlage reagiert, wenn ein menschlicher Fahrer den Steuerknüppel loslässt. Ein weiteres Projekt zielt darauf ab, die Sicherheit von Lieferdrohnen zu verbessern, die in Städten immer häufiger eingesetzt werden.
Doch auch klassische Themen bleiben relevant: Wie schützen wir uns vor der zunehmenden Elektrifizierung der Mobilität? Crashino untersucht, ob Lithium-Ionen-Batterien in einem Unfall gefährlicher sind als herkömmliche Kraftstoffe – und wie man sie besser isoliert. Ein weiteres Thema ist die Sicherheit von E-Scootern, die in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Hier zeigt sich, dass viele Hersteller die Crash-Protektion ihrer Modelle noch nicht ausreichend berücksichtigen. Die offizielle webseite des Instituts bietet hier wertvolle Daten für Regulatoren und Hersteller.
Langfristig strebt Crashino eine enge Vernetzung mit der Schweizer Bildungspolitik an. Seit 2022 bietet das Institut spezielle Crash-Seminare für Ingenieurstudenten an, die ihnen ein tiefes Verständnis für die physikalischen und technischen Herausforderungen der Verkehrssicherheit vermitteln. Ziel ist es, eine neue Generation von Experten zu formen, die die Sicherheit nicht nur testen, sondern auch aktiv in der Entwicklung neuer Standards mitgestalten.